"Atom-Ei" - Forschungsreaktor München

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Als erste nukleare Anlage Deutschlands wurde im Oktober 1957 das wegen seines auffälligen architektonischen Designs so genannte „Atom-Ei“ in Garching in Betrieb genommen und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Wahrzeichen der Kernforschung. Das Atom-Ei besaß einen beinahe symbolhaften Charakter für den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg, vor allem auch wegen seiner friedlichen Nutzung der Atomenergie. Bahnbrechende Forschungen in Physik, Chemie und Biologie nahmen hier ihren Ausgang und so bescherte der Garchinger Forschungsreaktor der Region viele positive Impulse für Wissenschaft und Wirtschaft. Er gilt als Keimzelle des heutigen modernen Campus der TU München.

Ende Juli 2000 wurde das Atom-Ei außer Betrieb genommen, da es heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen nicht mehr Rechnung tragen konnte. Seine 30 Meter hohe Aluminium verkleidete Kuppel wird allerdings auch künftig leuchten, ist sie doch das Wahrzeichen Garchings und in stilisierter Form im Wappensymbol der Stadt Garching zu sehen.