Natur & Landschaft

Mühlenpark Winterlandschaft Garchinger See

Von besonderem Reiz ist die Landschaft Garchings. Mehrere Bäche, darunter der Mühlbach, die Gießen und der Schwabinger Bach sind wichtige Landschaftsbestandteile in der Flur und in den Isar auen. Hinzu kommt der künstlich angelegte Wiesäckerbach und der Über reiterbach. 

Zu den Garchinger Bächen wurde der Garchinger Gewässerentwicklungsplan ausgearbeitet, der vom Stadtrat im März 2011 beschlossen wurde. Der Gewässerentwicklungsplan hat zum Ziel, durch die Lenkung von Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen die ökologische Funktionsfähigkeit der Bäche mit ihren Auen langfristig zu erhalten bzw. wiederherzustellen und zu fördern. Die genannten Bäche durchfließen Garching mit insgesamt 24,9 Flusskilometern.

 

JAGD

Die Garchinger Flur besteht im Wesentlichen aus zwei Feldrevieren, die durch die Autobahn voneinander getrennt sind. Für die Jagd in beiden Revieren ist die Jagdgenossenschaft Garching, vertreten durch den Jagdvorstand Dr. Harald Amon, zuständig, für die Isarauen das Forstrevier Ismaning. 
Wer die Jagd (mittels Schusswaffen oder mit Greifvögeln) ausüben will, muss einen auf seinen Namen lautenden gültigen Jagdschein besitzen, Voraussetzung hierzu ist u.a. die bestandene Jägerprüfung. 

Landratsamt München
Untere Jagdbehörde
Mariahilfplatz 17
81541 München
Tel. 0 89 / 62 21- 26 58 oder -22 91
Fax 0 89 / 62 21 44-26 58 oder -22 91
E-Mail:
Internet: www.landkreis-muenchen.de
Weitere Infos: www.jagd-bayern.de

 

FISCHEREI 

Der Garchinger See und der Mühlbach sind von der Stadt Garching an den Fischereiverein verpachtet worden und werden von diesem gepflegt, um einen artenreichen und gesunden Fischbestand zu erhalten. Die Stadt Garching vergibt jährlich eine bestimmte Anzahl vonTageskarten zum Fischen im See an Garchinger Bürger, die nicht Vereinsmitglied sind. Voraussetzung für den Erwerb ist der Nachweis einer bestandenen Fischerprüfung. Für die Gießen, den Schwabinger Bach und den Kiesweiher vergibt das Forstamt Freising die Nutzungsrechte, der Schleißheimer Kanal untersteht der »Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen«. Wenn Sie in Bayern den Fischfang ausüben wollen, müssen Sie einen gültigen Fischereischein und i.d.R. einen gültigen Erlaubnisschein bei sich führen. 
Wer den Fischereischein erhalten will, muss i.d.R. die Fischerprüfung in Bayern erfolgreich abgelegt haben. 

Ansprechpartner im Rathaus:
Einwohnermeldeamt
Tel. 0 89 / 3 20 89-4 44
Fax 0 89 / 3 20 89-2 85
E-Mail:  

Weitere Infos:
www.fischereiverein-garching.de
www.fischerpruefung.bayern.de
www.lfl.bayern.de

 

KLEINGARTENANLAGE

Westlich der Straße zum Garchinger See erblickt man eine baumreiche Kleingartenanlage. Sie ist von der Stadt Garching an den Kleingartenverein Garching e. V. verpachtet. Seit 1979 sind dort 142 Parzellen mit einer durchschnittlichen Größe von 250 bis 300 qm entstanden. 

Informationen im Rathaus
Tel. 0 89 / 3 20 89-1 06
Fax 0 89 / 3 20 89-91 06

Kleingartenverein Garching e.V. 
Max Hofbauer
Dirnismaning 36 a
85748 Garching b. München 
Tel. 089/ 954 70 707
E-Mail:  

 

LANDWIRTSCHAFT

Ursprünglich war Garching ein reines Bauerndorf mit einigen Gewerbetreibenden. Die Landwirtschaft war noch bis in die Sechzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts der wichtigste Betriebszweig. Danach ist die Zahl der bewirtschafteten Höfe laufend zurückgegangen.
Gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wurde auch die Viehhaltung wegen Unrentabilität weitestgehend aufgegeben. Zurzeit werden nur noch einige Hühnerhaltungen betrieben, daneben gibt es Ställe für die Haltung von Sportpferden und eine Schafhaltung.
Die Landwirtschaft konzentriert sich mittlerweile auf die Erzeugung von Feldfrüchten. Die wichtigsten Erträge werden mit Kartoffeln, Gerste, Weizen, Roggen, Mais und Raps erzielt. Vorübergehend wurden auch Sonnenblumen angebaut. Einige Pachtflächen dienen zum Erdbeeranbau und für Blumenplantagen, auf denen die Beeren und Blumen vom Verbraucher gegen Bezahlung selber gepflückt werden können. 

 

Blumenwiese Wasserturm am Horizont Mallertshofer Holz.bmp

NAHERHOLUNGSGEBIETE

HOCHBRÜCK
2008 fand die feierliche Eröffnung des neuen Naherholungsgeländes in Hochbrück statt. Nach über einem Jahr Bauzeit, in der das Gelände teilweise umgepflügt, von zu großem Wildwuchs befreit, Spazierwege angelegt und auf dem vor allem ein attraktives Spielplatzgelände angelegt wurde, konnte die Erste Bürgermeisterin Hannelore Gabor den Hochbrücker Bürgerinnen und Bürgern diesen langersehnten Freizeitpark präsentieren. Eingebettet zwischen Schleißheimer Kanal und Fröttmaninger Heide wird hier nicht nur ein attraktives Freizeitgelände geboten, wer will, kann auch den Naturschutz hautnah erleben. Die Fröttmaninger Heide ist ein hochwertiges Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet), in der noch seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen, wie z.B. die Wechselkröte, die anderorts leider nicht mehr oder ganz selten anzutreffen sind.

 

GARCHINGER SEE 
Das Erholungs- und Badegelände Garchinger See entstand 1936/38 durch Kiesabbau beim Bau der Nürnberger Autobahn. Es ist über die Autobahnbrücke beim Egernfeld, über die Straße »Am See« oder von den Parkplätzen im Sportgelände aus erreichbar. 
In den Jahren 2003 und 2004 wurde der See gründlichen Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen unterzogen. Die Wassertiefe konnte durch die Entnahme von enormen Schlamm- und Kiesmengen von bisher 2 m auf nunmehr 5 m vergrößert werden. Durch diese Maßnahmen wurde der Garchinger See zu einem der saubersten Badeseen in der Region. Um den See herum gibt es einen schönen Spazierweg, der auch als Versorgungsweg dient. Ebenso wurden die Sanitäreinrichtungen verbessert, ein Kinderspielplatz entstand und die Grünanlagen wurden restauriert.

 

HEIDEFLÄCHENVEREIN MÜNCHENER NORDEN E.V. 
Geschäftsstelle 
Bezirksstraße 27 
85716 Unterschleißheim 
Tel. 0 89 / 3 19 57 30 
E-Mail:  
Internet: www.heideflaechenverein.de 
Geschäftsführerin: Dipl.-Ing. Christine Joas 

Die Stadt Garching b. München ist Mitglied im »Heideflächenverein Münchener Norden e.V.«, der sich 1990 mit dem Ziel gegründet hat, die Heidelandschaft zwischen Isar und Mallertshofer Holz zu erhalten und zu entwickeln. Weitere Mitglieder sind die Gemeinden Eching, Neufahrn, Oberschleißheim und Unterschleißheim, die Landeshauptstadt München sowie die Landkreise Freising und München.
Der Heideflächenverein möchte vor allem auch die Bevölkerung auf die Schönheit und Einzigartigkeit der Heidelandschaft aufmerksam machen.
Interessantes über die Heidelandschaft erfahren große und kleine Besucher auf dem Heidepfad Münchner Norden. Der Heidepfad erstreckt sich zwischen Eching, Neufahrn, Garching und Schleißheim.
Er verbindet die Naturschutzgebiete »Echinger Lohe«, »Garchinger Heide« und »Mallertshofer Holz mit Heiden«. 

Mühlbach Wasserturm Hochbrück


Heidepfad
Am Schleißheimer Kanal in Garching/Hochbrück schließt der Heidepfad an den RadlRing München an.
Entlang eines Rundweges ist an 20 abwechslungsreich gestalteten Stationen Interessantes zu erfahren über die Heidelandschaft, die Tier- und Pflanzenwelt der Münchner Schotterebene, die reichhaltige Kultur- und Landschaftsgeschichte sowie die Aktivitäten des Heideflächenvereins.

 

Das HeideHaus - Informations- und Umweltbildungszentrum
Das Heidehaus befindet sich in der Fröttmaninger Heide unmittelbar am Westausgang der U-Bahnstation Fröttmaning. Ziel des Heidehauses ist es, die Besucher über die biologische Vielfalt der Heidelandschaft zu informieren, ihnen einen besonderen Zugang zur heimatlichen Landschaft zu eröffnen und sie zu einem verantwortungsbewussten Verhalten zu motivieren. Entlang eines Heide-Rundwegs gibt es Informationen zu diesen Lebensräumen, wie den Heideflächen, den lichten Kiefernwäldern, Trockenrasen und Kiesrohböden. Schauflächen zeigen die Vielfalt der Heidevegetation.
Angeboten werden naturkundliche Führungen für Groß und Klein, Naturerlebnistage, Kreativ- und Aktionsangebote sowie Schulklassen- und Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche.
Kontakt über den Heideflächenverein
E-Mail:
Internet: www.heideflaechenverein.de 


ISARAUEN
Das bedeutendste Naherholungsgebiet Garchings sind die Isarauen. Den Weg hinaus zu den östlich liegenden Isarauen nimmt man auf der Mühlgasse durch die vor über hundert Jahren von Pfarrer Seeanner angelegte geschützte Lindenallee.
Die Isarauen erstrecken sich mit ihrer Auwald-Landschaft in Nord-Süd-Richtung über den gesamten östlichen Bereich des Stadtgebietes und begleiten am Garchinger Uferhang über sieben Kilometer die Isar.
Die Isarauen und die vorgelagerten Felder wurden wegen ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie ihrer besonderen Bedeutung für die Erholungsnutzung 1986 unter Landschaftsschutz gestellt. Der Auwald stellt neben dem Schleißheimer Forst die einzige größere zusammenhängende Waldfläche im ansonsten waldarmen Münchener Norden (Wald anteil 12 %) dar. Mit seiner Standortvielfalt besitzt er deshalb auch eine erhebliche Bedeutung als überregionale Biotopverbindung. 


FRÖTTMANINGER HEIDE
Südlich des Schleißheimer Kanals und westlich der U-Bahn-Trasse erstreckt sich das Gebiet der Fröttmaninger Heide, die derzeit von der Bundeswehr noch als Standortübungsplatz genutzt wird. Sie ist eine der größten zusammenhängenden Grasheiden Mitteleuropas und eine der wenigen Restflächen der ehemals sehr ausgedehnten Heideflächen auf der Garchinger Schotterzunge nördlich Münchens.
Wegen der Seltenheit ihrer Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere als Insekten- und Reptilien- sowie Amphibienstandort, kommt der Fröttmaninger Heide aus naturschutzfachlicher Sicht eine überregionale Bedeutung zu.
Als Erholungsraum ist der Nordteil der Fröttmaninger Heide aufgrund der militärischen Nutzung nicht zugänglich. Diese Nutzung ist aber andererseits die Ursache dafür, dass sich die einzigartige Reliktfläche bis heute erhalten hat. Die Fröttmaninger Heide südlich des Autobahnrings A99 hat der Heideflächenverein 2007 erworben mit dem Ziel, die hochwertige Heidefläche zu erhalten, einschließlich der dafür notwendigen Schafbeweidung. Ein Konzept für eine naturverträgliche Naherholung in dem Gebiet wurde 2010 fertiggestellt. Mittlerweile wurde auf diesem Gelände auch das »Heidehaus« eingeweiht.

 Blume Gondel Regenbogen am Horizont

MALLERTSHOFER HOLZ MIT HEIDEN
Nördlich von Hochbrück, westlich der Autobahn A 9 erreicht der Wanderer oder Radler die weiten Grasflächen vor dem Mallertshofer Holz. Der nördlich anschließende Wald ist dann der Kernbereich des seit 1995 unter Naturschutz stehenden 600 Hektar großen Geländes. Der Wald besteht überwiegend aus Föhren mit krautigem Unterbewuchs und vielen Blütenpflanzen des oberbayerischen Magerrasentypus. Hier gilt für den Besucher ein striktes Wegegebot.
Pflanzen und Tiere dürfen weder entfernt noch neue ausgebracht werden - und Hunde sind an der Leine zu führen. Diese Verbote bzw. Verordnung dienen dazu, den Bestand der gefährdeten und rückläufigen Tier- und Pflanzenarten in diesem Gebiet zu schützen, deren Lebensraum zu sichern und weiterzuentwickeln.

 

IN DER NACHBARSCHAFT:

GARCHINGER HEIDE - ECHINGER LOHE
Nördlich der Autobahn und schon im Landkreis Freising kann man zwischen Eching und Dietersheim zwei weitere Naturschutzgebiete besuchen. Die Garchinger Heide trägt zwar den Namen, liegt aber nicht auf der Gemarkung Garching. Sie steht seit 1942 unter Naturschutz. Die bereits 1907 von der Bayerischen Botanischen Gesellschaft sichergestellte Fläche ist das ganze Jahr über wegen der Fülle der Blütenpflanzen aus den Alpen, aus Südwesteuropa und aus den südrussischen Steppengebieten einen Besuch wert. Dieses einzigartige Naturparadies zu erhalten, zu pflegen und wieder auszudehnen ist das Hauptziel des Heideflächenvereins Münchener Norden. 

Die inselartig mitten in landwirtschaftlich genutzter Flur liegende Echinger Lohe, die früher »königliches Gehölz, Loh genannt« wurde, ist 1951 zum Naturschutzgebiet, 1982 zum Naturwaldreservat und 1984 zum Bannwald erklärt worden. Sie ist ein Rest des ehemaligen Lohwaldgürtels zwischen der Heide auf der Münchner Schotterebene und dem Moos am Fuße der nördlich vorgelagerten Tertiärhügellandschaft.
Die Hauptbaumarten sind Esche und Hainbuche, dazu kommen Eichen von imposanter Größe. In der Bodenvegetation sind Bergsegge und Aronstab die Leitpflanzen. Für Naturliebhaber ist die Flora von besonderer Vielfalt. 

Garchinger Heide, Echinger Lohe, Mallertshofer Holz und Fröttmaninger Heide sind Teil des Europäischen Schutzgebietsnetzes »Natura 2000«. Auch die Isar mit ihren Auen steht als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) unter Schutz.