Klimakommune Garching

Klimaschutzkonzept für Garching

Der Garchinger Stadtrat hat am 08.07.2010 einstimmig das integrierte Garchinger Klimaschutzkonzept beschlossen. Diesem Beschluss ging ein langer Entscheidungsprozess voraus, deren Chronologie und Inhalt kurz dargestellt werden.

Die Stadt Garching hat in Fortsetzung ihrer Klimaschutzpolitik 2009 beschlossen, ihren Beitrag zur CO2-Reduzierung als Kommune zu leisten. Dazu wurden die beiden Fachbüros „Identität & Image" sowie „Green City Energy" von der Stadt beauftragt, ein Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Garching zu erarbeiten. Im September 2009 startete die Konzepterstellung mit einer Auftaktveranstaltung, auf der sich die Garchinger Bürgerinnen und Bürger über die einzelnen Schritte informiert wurden. Am 30./31.Oktober fand dann die erste Garchinger perten erste Ideen und Projektansätze zu folgenden acht Themenbereichen des Klimaschutzes:

  1. Energieeinsparung und energetische SKlimaschutzkonferenz statt. Hier erarbeiteten 60 engagierte Garchinger Bürgerinnen und Bürger sowie regionale Exanierung in privaten Haushalten, Klimaschutz in der Bauleitplanung
  2. Energiemanagement in den kommunalen Liegenschaften und am Campus
  3. Erneuerbare Energien 1 - Sonne und Wind
  4. Erneuerbare Energien 2 - Nachwachsende Rohstoffe, Abfallwirtschaft und Geothermie
  5. Mobilität und Verkehr
  6. Industrie, produzierendes Gewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungen
  7. Bewusstseinsbildung, Verbraucherverhalten und Öffentlichkeitsarbeit
  8. Klimaschutzmanagement, Verankerung des Klimaschutzgedankens im Stadtrat und in der gesamten Verwaltung

Parallel dazu erstellte Green City Energy mit Unterstützung des Ingenieurbüros Hausladen den Garchinger Wärmeatlas (PDF ca. 30 MB), welcher den derzeitigen Verbrauch bzw. Bedarf an Wärme und Strom detailliert aufzeigt. Ferner wurde eine Potentialanalyse (PDF ca. 5 MB) der Erneuerbaren Energie der Stadt erstellt. Diese beiden Studien bilden die Datengrundlage für die im Integrierten Klimaschutzkonzept formulierten Ziele und Maßnahmen.

Am 4./5. Dezember 2009 fand die zweite Klimaschutzkonferenz statt, in der dieselben Teilnehmer konkrete Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Erreichung einer 40%-CO2-Reduzierung erarbeiteten. Nach den beiden Klimaschutzkonferenzen wurden in fünf thematisch fokussierten Expertenrunden einzelne, offene Fragen bzw. die Umsetzungschancen der erarbeiteten Projektideen nochmals vertieft diskutiert. Kommentiert durch die beteiligten Fachbüros wurde das integrierte Klimaschutzkonzept samt Empfehlungen für einen Aktionsplan

als Vorabversionen dem Stadtrat sowie den Teilnehmern der beiden Klimaschutzkonferenzen zur Begutachtung vorgelegt.

Beschlossen wurde nun eine Fülle von Maßnahmen und Aktionen, die im Einzelnen hier nicht aufgeführt werden können. Die für die Garchinger Bürgerinnen und Bürger wesentlichsten Aktionen, die innerhalb der nächsten drei Jahre realisiert werden sollen, sollen jedoch hier kurz aufgezählt werden:

  • Einrichtung eines weiteren Bürgerbeteiligungsmodells „Solarpark Garching II" (der „Solarpark Garching I" wurde mit großem Erfolg bereits abgeschlossen)
  • Erarbeitung von Entscheidungskriterien für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen im Rahmen der Bauleitplanung
  • Erstellung eines Investitionsprogramms zur energetischen Sanierung der Öffentlichen Liegenschaften
  • Gewinnung von Bildungsträgern für den Klimaschutz
  • Durchführung eines Garchinger Wettbewerbs „Energievorbilder"
  • Intensivierung des Informationsaustauschs zwischen Stadt und den Garchinger Forschungseinrichtungen
  • Gründung des Netzwerks Energieeinsparung & Klimaschutz für Unternehmen
  • Gründung einer „Klimaallianz Garching"
  • Anschub und Planung für die Errichtung einer regenerativen Energieerzeugungsanlage in Dirnismaning
  • Einrichtung einer neutralen und kostenlosen Energieberatungsstelle im Rathaus
  • Energieeinspar-Schulung für Städtische Mitarbeiter und Schulen
  • Öffentlichkeitswirksame Begleitung des Neubaus des Werner-Heisenberg-Gymnasiums
  • Kampagne „Klimafreundlichkeit in Garching" für die Ansiedlung klimaschonender Betriebe und Unternehmen
  • Informationssysteme Klimaschutz (Homepage und Newsletter)
  • Auslobung eines Garchinger Klimaschutzpreis
  • Veranstaltung eines „Garchinger Klimaschutztages" (der erste „Klimaschutztag" ist für den 15.Mai 2011 geplant)
  • Förderprogramm „Klimaschutz Garching" mit jährlich 40.000 €
  • Einrichtung eines „Bus mit Füßen", einer organisierten Schulwegbegleitung, bei der 5 bis 8 Kinder in Begleitung eines Elternteils zu Fuß zur Schule kommen

Die oben gemachte Aufzählung zeigt wie bereits erwähnt nur einen Ausschnitt aus einem Maßnahmen- und Aktionspaket, die die Stadt Garching Schritt für Schritt in eine möglichst energieautarke Zukunft führen sollen und somit uns und die, die nach uns kommen, eine gute Lebensqualität sichern helfen.

Alle Garchinger Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, sich an der Umsetzung des integrierten Garchinger Klimaschutzkonzepts zu beteiligen - es geht uns alle an!

Das gesamte Konzept für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes in Garching finden Sie hier...

Weitere Informationen zur Klimakommune Garching finden Sie unter

 

Verbrauchsdaten der öffentlichen Einrichtungen bis 2012:

In diesem Bericht sind für alle öffentlichen Einrichtungen der Stadt Garching die Heizenergie-, Strom- und Wasserverbräuche von 1990 bis 2012 in Form von Diagrammen dargestellt. Die wesentlichsten Aussagen über die Energiebilanz der städtischen Einrichtungen beinhalten die Energiekennwerte und die CO2-Schadstoffbilanz, die am Schluss des Berichts zusammengefasst sind (S. 89 ff.).

Erfreulich dabei ist, dass durch den zunehmenden Einsatz Erneuerbarer Energien in den städtischen Einrichtungen (Hackschnitzel – und Pelletheizungen, Wärmeversorgung durch die Geothermie) einerseits und durch die Energetische Sanierung unserer Gebäude sowie den Einbau effektiver Heizungssysteme andererseits die CO2-Emissionen von 2.336,7 Tonnen CO2 im Jahr 1996 – dem Basisjahr mit der Auflage des ersten Energieberichts – um 52,9 % auf 1099,7 Tonnen Co2 reduziert werden konnten.

Hier gelangen Sie zur ganzen Präsentation über die Verbrauchsdaten: