Den Garchingern blüht was! Kostenfreies Blumenwiesen-Saatgut im Rathaus erhältlich

2019-03-29 08:47

Insektennot aufgrund fehlenden Lebensraums - ein Thema, das allerspätestens seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“  in aller Munde ist. Zurecht, denn der Bestand der Insekten ist essentieller Bestandteil des alles auch uns Menschen umfassenden Ökosystems. Die Stadt Garching hat daher bereits vor zehn Jahren begonnen, Blumenwiesen anzulegen, und auch in 2019 sind weitere Wiesen geplant. Nun können sich die Garchingerinnen und Garchinger auch aktiv beim „Wiesensäen“ einbringen: Die Stadt gibt ab sofort kostenfreies Saatgut für private Gärten ab.

Die Samen hierfür kommen von einem regionalen Anbieter, von einem Saatgutproduzenten aus Pulling. Denn heimische Insekten brauchen heimische Pflanzen, um sich ernähren zu können, weiß Sandra Franceschi: „Unserer Biene schmeckt eine Sonnenblume aus Hamburg einfach nicht so gut“, erklärt die Mitarbeiterin aus dem Umweltreferat im Garchinger Rathaus, die für die Ausgabe der Samen verantwortlich zeichnet. Neben dieses Aspekts sorgen bei regionaler Ware kurze Wege für einen geringeren CO²-Abdruck.

Bild Saatgutausgabe

Das abgegebene Saatgut soll sich explizit abheben von „Marketing-Tütchen“ für nur etwa einen Quadratmeter Blumenwiese, wie sie derzeit oft verteilt werden. Im Rathaus gibt es Samen für ausreichend große Flächen und damit für einen sinnvollen, nachhaltigen und ernstgemeinten Einsatz. Zudem wird keine einjährige, sondern eine mehrjährige Samenmischung namens „Bienenweide kombiniert“ ausgegeben. „Ein bisschen Geduld braucht man schon; dafür haben dann die Menschen lange Freude, aber vor allem steht der Tier- und Pflanzenwelt langfristig ein notwendiges und wertvolles Nahrungsangebot zur Verfügung!“, so Franceschi. Für einen schnellen und sichtbaren Erfolgt enthält die Mischung aber auch einjährige Arten, die nach dem ersten Jahr verschwinden. Insgesamt ist die Saatgutmischung besonders auf die Ansprüche von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen abgestimmt.

Übrigens: Eine Blumenwiese ist auch dann ökologisch wertvoll, wenn sie nicht mehr „gut“ aussieht: Da die Blumenwiesen nur zwei Mal im Jahr gemäht werden sollen, kann eine solche Fläche auf einem kleinen Grundstück für manch einen Beobachter unschön aussehen. Wer also keine „wilde Wiese“ in seinem Garten möchte, kann durchaus von anderen Angeboten Gebrauch machen, wie z.B. Patenschaften mit Landwirten.

Das Saatgut kann an der Pforte des Rathauses zu den Öffnungszeiten abgeholt werden, und zwar in zwei Größen: Für 5 m² oder für 10 m², bis max. 30 m² Fläche.

Informationen hält Frau Franceschi, Tel. 0 89/320 89-114, bereit.

 

 

 

 

 

 

 



neuere Nachrichten
ältere Nachrichten