Informationen zu Ausschreibungen

Elektronische Kommunikation im Vergabeverfahren: Wann, für wen und warum?

Aufgrund neuer Richtlinien, die den Einsatz elektronischer Mittel im Vergabeverfahren zwingend voraussetzen, ist dem Bieter ein barrierefreier Zugang zu den Vergabeunterlagen mit Hilfe elektronischer Mittel zur Verfügung zur stellen.

Die Stadt Garching gewährleistet diesen gesetzlich geforderten, unentgeltlichen, uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang zu den Vergabe- und Vertragsunterlagen über die Plattform der Deutschen eVergabe www.deutsche-evergabe.de.

Unter Ausschreibungen  gelangen Sie direkt zur E-Vergabe der Stadt GarchingDurch das Wählen des gewünschten Verfahrenstyps kommen Sie zu unseren aktuellen öffentlichen Verfahren, Vorinformationen und Zuschlagsbekanntmachungen.

Ihre Vorteile: 

  • Einfach und zeitsparend
  • zentrale Bündelung der Informationen auf www.deutsche-evergabe.de, d.h. Bewerber bzw. Bieter, die sich an Ausschreibungen der Stadt Garching beteiligen wollen, müssen nur noch auf dieser Plattform suchen
  • Zugang zu den Vergabeunterlagen zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich
  • elektronische Unterstützung bei der Bearbeitung der Ausschreibungsunterlagen, dadurch Vermeidung formaler Fehler, welche zum Ausschluss führen könnten 
  • Rechtsgültiges elektronisches Einsenden der Angebote in Textform.

 

Teilnahme am Verfahren
Zu den Unterlagen gelangen Sie ohne Registrierung.
Um an einem elektronischen Vergabeverfahren teilzunehemen müssen Sie sich auf der Vergabeplattform
www.deutsche-evergabe.de kostenlos registrieren.

Nutzungsbedingungen für Bieter: 
http://www.deutsche-evergabe.de/Content/documents/Nutzungsbedingungen_registrierte_Benutzer.pdf

Mögliche Form der Angebotsabgabe 

Achtung: Gesetzesänderung zum 18.10.2018 bei EU-weiten Vergaben
Die gesetzlichen Verpflichtung zur vollständigen elektronischen Abwicklung eines EU-weiten Vergabeverfahrens einschließlich Abgabe des Angebots besteht ab dem 18.Oktober 2018. 

Das bedeutet, dass der gesamte Vergabeprozess digital abgewickelt werden muss.

Für Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte hat der Gesetzgeber die signaturlose elektronische Kommunikation als Standardfall gewählt: So heißt es in § 53 Abs. 1 VgV: "Die Unternehmen übermitteln ihre Interessensbekundungen, Interessensbestätigungen, Teilnahmeanträge und Angebote in Textform nach § 126b des Bürgerlichen Gesetzbuchs mithilfe elektronischer Mittel § 10 [VgV]." 

Auch unterhalb der EU-Schwellenwerte soll mit der Einführung der lesbaren, unterschriftslosen Erklärung die elektronische Kommunikation im Vergabeverfahren vereinfacht werden. Sowohl die Unterschwellenvergabeordnung als  auch die VOB/A 2019 haben für die Abgabe von elektronischen Angeboten die Textform ohne elektronische Signatur definiert.

Damit stellt sich in der Praxis die Frage, wie beispielsweise ein elektronisches Angebot in Textform konkret auszusehen hat. Eine Legaldefinition der Textform findet sich in § 126b BGB. Dort heißt es,

Ist durch Gesetz Textform vorgeschrieben, so muss eine lesbare Erklärung, in der die Person des Erklärenden genannt ist, auf einem dauerhaften Datenträger abgegeben werden.

Nennung der Person des Erklärenden
Nach dem Sinn der Formvorschriften geht es bei dieser Voraussetzung um die Erkennbarkeit derjenigen Person, der die Erklärung zugerechnet werden soll. Im Vergabeverfahren wird mittels Textform ein Angebot abgegeben. Es muss dabei erkennbar sein, wem das Angebot zuzurechnen ist.

  • bei natürlichen Personen, ist deren Name zu nennen
  • bei juristischen Personen und Handelsgesellschaften der Firmenname („Firma“ im handelsrechtlichen Sinn) und die Rechtsform.
  • wird das Angebot durch einen Mitarbeiter oder Vertreter des Bieters abgegeben, kann zusätzlich die Nennung dessen Namens gefordert werden. 

An der Benennung des konkreten Vertreters und damit der Möglichkeit, dessen Vertretungsmacht wenigstens einer Plausibilitätsprüfung zu unterziehen, besteht seitens des öffentlichen Auftraggebers ein berechtigtes Interesse, da es im Ergebnis des Vergabeverfahrens zu Abschluss eines Vertrags kommt.

 

Nähere Auskünfte zu den Ausschreibungen erhalten Sie bei der Vergabestelle der Stadt Garching 
Tel: 089 32089 197
E-Mail:  

Fragen zur Plattform richten Sie bitte direkt an die Betreiberfirma
Hotline für Bieter / Firmen: 0611-949 106 83
E-Mail:
Deutsche eVergabe
eine Marke der Healy Hudson GmbH
Murnaustraße 10
65189 Wiesbaden

 

Seit 25.05.2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) anzuwenden.
Beachten Sie bitte daher unsere Datenschutzhinweise zum Vergaberecht.