Hochverehrtes Publikum! Wolfgang Windisch übergibt Garchinger Bühne

2019-03-14 12:39

„Ich will keine T-Shirts, keine Brillen und keine Swatch-Uhr sehen.“ In den luftleeren und zusammenhangslosen Raum geworfen, dürfte diese Aussage mindestens zum Nachdenken anregen. Einen Sinn ergibt sie, wenn die Hintergründe bekannt sind: Der Satz stammt aus einem SZ-Interview mit Wolfgang Windisch, Garchings Kulturreferent, anlässlich des Historischen Festzugs 2015 zur 1100-Jahrfeier mit rund 1.300 Teilnehmern. Um der historischen Authentizität der verschiedenen Festzugs-Bilder Rechnung zu tragen, durften oben angesprochene Ausrüstungsgegenstände nicht erscheinen. Wie ernst der Kulturreferent dies nahm, kann von Interessierten auf dem Film überprüft werden, den er extra von einer Profifirma vom Festzug hat drehen lassen. Wer Windisch kennt, weiß, wie sehr es ihn lausen würde, wäre dort ein solcher Fehler zu finden

Der historische Festzug steht exemplarisch für Wolfgang Windischs Arbeit in Garching: Dem hiesigen Publikum stets hochkarätige Produktionen mit großen und bekannten Stars zu bieten, wie sie die Garchinger auch in München zu sehen bekämen, das war seine Ambition. Steigende Besucherzahlen, Kultur in Garching als auch überregional bekannte Marke und die Stadt Garching als „kulturelles Schwergewicht im Norden“; das sind Attribute, die in Windischs Zeit fallen. Auch das Kneipenfest und das Faschingstreiben hat er wieder etabliert, die Organisation des Theaterzeltes am Hüterweg ist sein krönender Schlussakkord.

Wolfgang Windisch wird sich nach fast 25 Jahren zum 31. März von der Stadt Garching als Arbeitgeberin verabschieden. Im Amt nachfolgen wird ihm Thomas Gotterbarm, der bisher die Geschicke des Münchener Gasteigs mit rund 1.800 Veranstaltungen im Jahr als Leiter des Veranstaltungsmanagements mitlenkte.

 

 



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