Infrastrukturprojekt „GALILEO“ feiert Richtfest

2017-02-14 10:22

Forschungscampus Garching bekommt neue Mitte

Auf dem größten Campus der Technischen Universität München (TUM) in Garching feierte das zentrale Infrastrukturprojekt „GALILEO“ am Samstag Richtfest. Neben dem neuen Audimax und Räumen für TUM-Einrichtungen umfasst es auch Läden, Restaurants, ein Hotel mit Gästehaus und ein Kongresszentrum. Damit erhalten die wissenschaftsnahen Dienstleistungen auf dem Campus eine gewaltige Schubkraft.

Während sich die wissenschaftlichen Einrichtungen des Forschungscampus Garching rasant entwickelt haben, blieb die Entwicklung der Infrastruktur dahinter zurück. Ein wichtiger Schritt war vor einigen Jahren der Anschluss an die U-Bahn. Das Infrastrukturprojekt „GALILEO“, das heute Richtfest feiert, ist ein wichtiger Eckstein für die zukünftige Campusentwicklung. Im TUM-Jubiläumsjahr 2018 wird der langgestreckte Gebäudekomplex bezugsfertig sein.

Im Zentrum befindet sich das neue Audimax, mit einer Kapazität von 1400 Plätzen der größte Hörsaal der TUM. Eine neuartige adaptive Akustik ermöglicht es, den Raum an die unterschiedlichen Nutzungsarten anzupassen. So können ohne Umbauten sowohl klassische Konzerte oder Kinovorführungen als auch Vorlesungen und Vorträge mit jeweils optimal abgestimmter Akustik stattfinden.

Darüber hinaus gibt es einen Hörsaal für 300 Personen und zwei Seminarräume für bis zu 100 Zuhörer. Das Foyer des Audimax bietet bis zu 2000 Quadratmeter Fläche für kongressbegleitende Ausstellungen.

Hotel und Restaurants

Neben einem Hotel mit Gästehaus und Kongresszentrum wird es zahlreiche Restaurants und Infrastruktureinrichtungen geben. Die Verträge mit einer Gaststätte mit eigener Brauerei, einem Hamburger-Shop, einem italienischen und einem vietnamesischen Restaurant sind bereits geschlossen. Gastronomisch kommt das Angebot des Hotelrestaurants hinzu.

Im Untergeschoss wird ein Lebensmittelmarkt mit Vollsortiment einziehen, dazu kleinere Geschäfte, wie ein Schreibwarengeschäft, eine Postfiliale, Geldautomaten und ein Fitnesszentrum, das auch von Studierenden und Mitarbeitenden genutzt werden kann.

Vernetzung mit der Forschung

Während im südlichen Teil des Gebäudeensembles Hotel und Gästehaus untergebracht sind, umfasst der nördliche Teil vor allem Büroflächen. Mit fast 3000 Quadratmetern gehört die TUM im Bürobereich zu den größten Mietern.

Als neuer Partner des „Industry on Campus“-Konzepts der TU München wird der renommierte Automobil-Zulieferer DRÄXLMAIER Group rund 1000 Quadratmeter Büro- und Laborfläche anmieten. Weitere Unternehmen befinden sich in Verhandlungen.

GALILEO: Wichtiges Etappenziel erreicht

Präsident Herrmann, der vor 32 Jahren als Chemieprofessor nach Garching berufen wurde, hat schon als Dekan für die Belebung des Campus gekämpft, für die Anbindung an die U-Bahn und für das zentrale Infrastrukturprojekt GALILEO.

„Unser Garchinger Campus ist einer der bedeutendsten Wissenschaftsstandorte Europas, und er wächst rasant. Auf dem Weg zu GALILEO waren viele Widerstände zu überwinden, nicht zuletzt hat die Finanzkrise das Projekt mehr als einmal in Frage gestellt “, sagt Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann, der sich beim Investor des Public Private Partnership-Projekts, Thomas Zug, für den unternehmerischen Weitblick und die exzellente Zusammenarbeit bedankte.


Eckdaten GALILEO:

•    17.237 m² Grundstück (Erbpacht, Freistaat Bayern)
•    10.448 m² bebaute Grundstücksfläche (61%)
•    dreigliedriger Gebäudekomplex
•    49.477 m³ Geschossfläche zuzüglich Tiefgarage (540 Stellplätze)
•    267.842 m³ umbauter Raum
•    2000 m2 Ausstellungsfläche

Website des Projekts GALILEO: http://www.galileo-tum.de/

Die Technische Universität München (TUM) ist mit mehr als 500 Professorinnen und Professoren, rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 40.000 Studierenden eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit einem Campus in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands.



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