Offener Brief der Kommunen Garching, Ismaning und Unterföhring an das Staatliche Bauamt Freising bzgl. der Vollsperrung der Isarbrücke

2018-07-05 11:09

Unbenannt 

Sehr geehrte Frau Swoboda,
sehr geehrter Herr Rinderer,
sehr geehrte Damen und Herren,

unter höflicher Bezugnahme auf die zuletzt geführten Telefonate kommen wir auf die geplante Vollsperrung der B471 vom 9. bis 11. Juli 2018 zurück und halten auch auf diesem Wege nochmals fest, dass die Vollsperrung im Bereich der Isarbrücke unter der Woche in der Schulzeit aus Sicht der Stadt Garching und Gemeinden Ismaning und Unterföhring ausgesprochen problembehaftet ist.

Alle drei Kommunen sind Einpendler-Gemeinden mit über 15.000 Arbeitsplätzen in Ismaning, über 18.000 Arbeitsplätzen in Garching und über 22.000 Arbeitsplätzen in Unterföhring. Für alle drei Kommunen gilt, dass rund zwei Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von außerhalb ganz überwiegend mit dem PKW oder dem ÖPNV zu ihren Arbeitsplätzen gelangen müssen.
Hinzu kommen tausende Studentinnen und Studenten der TU München und der benachbarten Institute in Garching sowie der beiden privaten Hochschulen in Ismaning.

Garching, Ismaning und Unterföhring sind Zweckverbandsgemeinden der weiterführenden Schulen „Werner Heisenberg Gymnasium“ in Garching und der „Johann Andreas Schmeller“ Realschule in Ismaning. Hunderte von Schülerinnen und Schülern aus den Gemeinden Unterföhring und Ismaning besuchen das Gymnasium in Garching. Aus der Stadt Garching besuchen wiederum hunderte von Schülerinnen und Schülern die staatliche Realschule in Ismaning.

Das mit der Schülerbeförderung beauftragte Transportunternehmen hat sich zwischenzeitlich mit uns in Verbindung gesetzt und auf die mit der Umleitung verbundenen Probleme hingewiesen. Verspätungen von einer Stunde und mehr wären zwangsläufig die Folge.

Aus Sicht der betroffenen Schulfamilien ist daher ebenso wie im Namen der betroffenen Unternehmen und deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestmöglich eine Sanierung des Fahrbahnbelags am Wochenende angezeigt.

Eine ähnliche Lösung konnte Ende letzten Jahres in enger Abstimmung der Gemeinden Ismaning und Unterföhring zusammen mit der Autobahndirektion und dem Staatlichen Bauamt bereits auf der Staatsstraße 2053 von Ismaning in Richtung Unterföhring unterhalb der Großbaustelle der Autobahnbrücke gefunden und umgesetzt werden.

Dies gerade mit Blick auf die Schülerströme und die betroffenen Pendler!

Wir erachten eine solche Handhabung auch an dieser Stelle als einzig zielführende.

Im Rahmen der Abwägung kommt erschwerend hinzu, dass alle drei Kommunen derzeit unter erheblichen verkehrlichen Beeinträchtigungen und damit verbundenen zusätzlichen Verkehrsbelastungen aufgrund einer Vielzahl von parallel stattfindenden Baustellen auf dem Autobahnring BAB 99 insbesondere auch im Bereich der Anschlussstellen Aschheim und Ismaning, auf der Kreisstraße M3, der Staatsstraße 2053 ebenso wie der Staatsstraße 2350 zu leiden haben.

Aus oben genannten Gründen sollte die Sanierung dringendst am Wochenende und in den Nachtstunden oder alternativ in der Ferienzeit durchgeführt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Unbenannt 



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