Stellungnahme zum Leserbrief der GRÜNEN im Garchinger & Landkreis Anzeiger vom 29. Juli 2017

2017-08-01 14:32

Der Erste Bürgermeister der Stadt Garching Dr. Dietmar Gruchmann kommentiert den Leserbrief folgendermaßen:

Die Stadt Garching b. München ist Schulaufwandsträger für die Grund- und Mittelschulen im Stadtgebiet. Der Schulaufwand umfasst den für den ordnungsgemäßen Schulbetrieb und Unterricht erforderlichen Sachaufwand. Dies betrifft etwa – hier im Zusammenhang zum GRÜNEN-Leserbrief – notwendige Busfahrten und Eintrittsgelder für das Schulschwimmen.

Die Stadt Garching finanziert Jahr für Jahr also folgende Leistungen, um ihren Grund- und Mittelschülerinnen und -Schülern das Erlernen des Schwimmens zu ermöglichen:

Die Grundschule Garching Ost besucht regelmäßig mittwochs und donnerstags das Hallenbad in der Gemeinde Oberschleißheim. Hierfür werden von der Schule pro Jahr ca. 6.000 € - 7.000 € für Eintritt und Busfahrten in Anspruch genommen. Die Grundschule Garching West besucht regelmäßig dienstags das Hallenbad in der Gemeinde Oberschleißheim. Hierfür werden von der Schule pro Jahr ca. 3.000 € - 4.000 € für Eintritt und Busfahrten in Anspruch genommen.

Das Werner-Heisenberg-Gymnasium besucht regelmäßig das Schwimmbad in Ismaning. Hierfür werden ca. 12.000 - 13.000 € pro Jahr für Busfahren und Eintrittspreise im Rahmen des Schulschwimmens in Anspruch genommen. Schulaufwandsträger ist hier der Zweckverband staatliches Gymnasium Garching.

Die Grundschule Garching Hochbrück sowie die Mittelschule Garching besuchen derzeit kein Schwimmbad. Auf diese Entscheidung hat die Stadt Garching aber keinen Einfluss, denn allein die Schulen sind dafür zuständig, Schwimmunterricht anzubieten und diesen zu koordinieren. Stellungnahmen der Schulen zur Tatsache der Nicht-Besuche konnten bisher aufgrund der Feriensituation nicht eingeholt werden.

Eine mögliche Erklärung kann aber die (unbefriedigende) personelle Situation an den Schulen liefern. Der Personalaufwand – also die Lehrer – wiederum wird aber ausschließlich vom Freistaat Bayern getragen und beeinflusst. Ebenfalls ausschließlich der Freistaat bestimmt die Anzahl der im Lehrplan vorgeschriebenen bzw. durch die Schulen durchgeführten Unterrichtsstunden für das Schulschwimmen.

„Die Stadt Garching tut also alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten, das so wichtige Erlernen des sicheren Schwimmens ihrer Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Überdies bin ich sicher, dass bei vernünftiger Planung aller Beteiligter und bei einem gewissen Willen zur Flexibilität das regelmäßige Schulschwimmen für alle machbar wäre“, so Bürgermeister Gruchmann.

 

 

 

 



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