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Stadtteil Garching
Der vermutlich älteste Stadtteil ist der Ort Garching, dessen erste dokumentarische Erwähnung in einer Tegernseer Klosterurkunde zu Beginn des zehnten Jahrhunderts datiert wird. Der Name leitet sich ab von der bajuwarischen Bezeichnung Gouvirihhinga, Besitz des Gowirich, er wurde in der heutigen Schreibweise erstmals 1260 in einer päpstlichen Bulle gebraucht.
Garching war bis ins 20.Jahrhundert ein reines Bauerndorf mit Gewerbebetrieben, die sich ausschließlich an den Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung orientierten und deren älteste wohl die Tafernwirtschaft und die Mühle waren, die bereits im ersten Besitz- und Steuerverzeichnis des wittelsbachischen Herzogshauses 1232 aufgeführt war. Die Verbindung mit der großen Welt ergab sich durch Lieferungen von Nahrungsmitteln an die Stadt München und durch die 1785 errichtete Fürstlich-Thurn-und-Taxische Postlinie von München nach Regensburg mit einem Poststall, welcher - mit Unterbrechungen - bis 1918 unterhalten wurde.
Politisch war der Ort nicht unbedeutend. Schon im Mittelalter bestand hier ein Schergenamt, ein Verwaltungs- und gerichtliches Vollzugsamt, welches dem Amt Landshut unterstellt war. Später wurde Garching kurfürstliche Hofmark mit besonderen Rechten, die in vergleichbarer Art keiner der Nachbargemeinden zugebilligt worden sind.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine stürmische Siedlungsentwicklung. Es entstanden durch den Zuzug von Heimatvertriebenen die Neumayr-, Post- und erweiterte Autobahnsiedlung, für die Beschäftigten in den Forschungsinstituten die Stoll- und Max-Planck-Siedlung. Es folgten die Siedlungen im Südosten, am Römerhofweg, am Riemerfeld (I bis III) und am Egernfeld und schließlich das neue Ortszentrum.
Stadterhebung
Die Krönung der geschilderten Ortsentwicklung der Gemeinde Garching war die Stadterhebung. Der Festakt fand am 14. September 1990 im Garchinger Bürgerhaus statt, wobei der 1. Bürgermeister Helmut Karl aus der Hand des Bayerischen Staatsministers des Inneren und späteren Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Dr. Edmund Stoiber, die Stadterhebungsurkunde in Empfang nehmen konnte.
Übergabe der Urkunde am 14.09.1990
anlässlich der Stadterhebung
Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat der Stadt Garching mit Schreiben vom 23.10.1997 genehmigt, dass künftig in den Ortstafeln der Zusatz "Universitätsstadt" geführt werden darf.
Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass Garching mehrere Fakultäten der Technischen Universität München beheimatet. Mit der Verlagerung der Fakultät für Maschinenwesen nach Garching hat sich die Zahl der Studenten mehr als verdoppelt. Zusammen mit den Beschäftigten der Universität wird die Größenordnung einer kleineren Hochschule erreicht.
Der Stadtrat hat daraufhin am 21.11.1997 beschlossen, dass die Stadt Garching b. München in der Ortstafel den Zusatz "Universitätsstadt" führt.
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