Energiespartipp des Monats September

2018-08-01 09:50

Fatale Fernwirkung: Palmöl

Die Zerstörung tropischer Wälder schreitet rasant voran – auch weil Industriestaaten immer größere Mengen an Palmöl importieren. Das Abholzen von Regenwäldern in Brasilien, Indonesien, Malaysia und anderswo forciert massiv den Klimawandel. Ganze Ökosysteme und Lebensräume werden zerstört, oft wird die lokale Bevölkerung zum Umsiedeln gezwungen. Eine einzigartige Artenvielfalt schwindet rapide und unwiederbringlich.

Allgegenwärtig: Palmöl, das aus den Früchten der Ölpalme gewonnen wird, steckt heute in der Hälfte unserer Supermarktprodukte. Es wird sowohl in Lebensmitteln wie Margarine, Fertigprodukten, Pizza und Backwaren eingesetzt als auch in Kosmetika, Putzmitteln und im Autotank.

Kleingedrucktes lesen: Seit Dezember 2014 muss auf Lebensmittelpackungen angegeben werden, wenn ein Produkt Palmöl enthält. In Kosmetik-, Putz- und Waschmitteln versteckt sich der Regenwaldfresser hingegen hinter einer Vielzahl chemischer Fachbegriffe. Per Internetrecherche lassen sich palmölfreie Alternativen finden, z.B. bei www.umweltblick.de/index.php/lebensmittel 

Selbst kochen, selbst entscheiden: Frische Zutaten aus regionaler, saisonaler und ökologischer Produktion bzw. aus fairem Handel stellen jedes (palmölhaltige) Fertigprodukt in den Schatten. Zum Kochen und Backen eignen sich europäische Öle aus Sonnenblumen, Oliven, Raps oder Leinsamen.

Eine umstrittene Maßnahme: Von den 1,4 Millionen Tonnen nach Deutschland importiertem Palmöl und Palmkernöl geht knapp ein Drittel in die Produktion von „Biodiesel“. An der Zapfsäule haben Sie keine Wahlmöglichkeit – wohl aber bei vielen Wegen, die auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt werden können.

 

Mehr Infos unter:

www.regenwald.org/themen/palmoel 

www.utopia.de/galerien/palmoel-produkte-marke-palmoelfreie-alternativen 

www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/palmoel-indonesien-20160210.pdf 

 



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