Halbzeit in Garching

2011-05-11 08:28

Garchings Bürgermeisterin Hannelore Gabor blickt auf viele Erfolge in der ersten Hälfte der Legislaturperiode zurück und sie hat sich noch viel vorgenommen

 Nach drei Jahren engagierter Arbeit als Erste Bürgermeisterin von Garching zog Hannelore Gabor (CSU) bei einer Pressekonferenz ein positives Fazit zur Halbzeit ihrer sechsjährigen Amtszeit und gab einen vielversprechenden Ausblick.

„Von Anfang an war eines meiner Hauptthemen Energie, Umwelt und Klimaschutz“, erklärte Hannelore Gabor und die Erfolge können sich sehen lassen. Garching hat sich hier als Vorreiter-Kommune positioniert! Grundlage ist das vom Stadtrat beschlossene Klimaschutzkonzept und damit verbunden beispielsweise der erfolgreiche Start des Geothermieprojektes, die kostenlose Energieberatung, das städtische Energiesparförderprogramm, und der erste Bürgersolarpark. Für das Biomasseheizwerk, das voraussichtlich Ende 2011/Anfang 2012 Wärme liefern soll, gibt es bereits einen rechtskräftigen Bebauungsplan und auch Dirnismaning soll eine zukunftsfähige Energieversorgung erhalten. Mit dem Klimaschutzkonzept hat sich Garching auferlegt bis spätestens 2020 in der Energieversorgung autark sein. „Wir sind eine Stadt, die viel Energie verbraucht. Deshalb müssen wir darauf achten, dass wir auch selbst Energie herstellen. Wir werden unsere Vorreiterrolle erfüllen“, steht für Hannelore Gabor fest.

In den vergangenen Jahren wurde viel in Familie und Bildung investiert. Die Grund- und Hauptschule wurde saniert, der Neubau des Werner-Heisenberg-Gymnasiums steht unmittelbar bevor. Die Dreifachturnhalle konnte endlich eröffnet werden und auch das neue Kinderhaus steht kurz vor der Fertigstellung. Der Unterhalt und das Betreiben dieser Einrichtungen sind natürlich mit laufenden Kosten verbunden, die den Haushalt teilweise stark belasten. Doch Gabor will auch in den kommenden Jahren noch stärker in diesen Bereich investieren. Da sich recht personalintensive Firmen in Garching ansiedeln wollen, ist man mit diesen Unternehmen im Gespräch, damit sie zusätzlich zum städtischen Angebot auch eigene Krippenplätze anbieten.
Die Bürgermeisterin betont, dass zwar finanzkräftige Großprojekte sehr wichtig sind, ihr vor allem aber auch die kleinen Dinge am Herzen liegen. Blühende Wiesen, Sitzgelegenheiten im Stadtgebiet, eine bürgerfreundliche Verwaltung, soziale Hilfestellungen. Dazu zähle auch das soziale Bürgernetz. Die Stadt Garching hat den Geist der Zeit erkannt und wurde zur Vorreiterin im Landkreis München. Gabor richtete aus diesem Grund im vergangenen Jahr die Stelle „Soziales Bürgernetz“ ein. In der kurzen Zeit wurde vieles auf den Weg gebracht, viele kleine Schritte wurden gegangen, vor allem im Bereich Senioren- und Integrationsarbeit. Erste Ergebnisse sind in der Ausstellung „Heimat Garching“ im Rathaus während der Bürgerwoche zu sehen. Die Gründung eines Behindertenbeirates soll noch im Mai erfolgen. Eine Aufgabe für die Zukunft sieht die Bürgermeisterin im Bereich der Jugendarbeit. Für die Garchinger Jugend soll es als erster Schritt eine eigene Bürgerversammlung geben, damit deren Wünsche und Anliegen berücksichtigt werden können.

Auch in der Wirtschaftspolitik hat sich viel verändert. Eine der wesentlichen Entscheidungen war die Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes von 350 auf 330 v.H. Dies „hat sich bereits in der Ansiedlungspolitik gelohnt und wird auch mittelfristig ein Erfolg sein“, betonte Bürgermeisterin Hannelore Gabor. Sie lobte in diesem Zusammenhang, dass die Senkung des Hebesatzes von den meisten Stadträten mitgetragen worden ist. Immer mehr Unternehmen, auch namhafte und mit vielen Mitarbeitern wollen sich in Garching ansiedeln. Zur besseren Vernetzung sollen im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Firmenbesuche, die Business-Frühstücke, ein geplanter Unternehmerabend und die Kontaktpflege zum Einzelhandel beitragen. „Langsam merkt man auch, dass sich neue Gewerbestrukturen ergeben“, so Hannelore Gabor. Dies liege nicht nur am Business-Campus, sondern auch das Gesicht an der Schleißheimer Straße wandele sich. Dank verschiedener neuer Ansiedlungen hat Hochbrück inzwischen ein positives Standort- und Erscheinungsbild“, erklärte Hannelore Gabor. Die konsequente Weiterentwicklung des Standortes Garching mit all seinen Facetten und damit verbunden die Verbesserung des städtischen Haushalts, sind konkrete Ziele der Bürgermeisterin.

Veränderungen gab es im Rathaus. Um den veränderten Anforderungen besser gerecht zur werden, wurde die Verwaltung umstrukturiert. Der Internetauftritt wurde neu gestaltet. Aktuell wird das städtische Corporate Design in Abstimmung mit dem Stadtrat modernisiert.

Hannelore Gabor will sich aber auf dem Erreichten nicht ausruhen. Für die nächsten drei Jahre hat sie noch viel vor: Das Ortsteilzentrum von Hochbrück soll weiter verbessert und der FC Hochbrück soll laut Hannelore Gabor möglichst bis 2013 näher an den Ort gebracht werden. Die von Gabor initiierte Hochbrücker Bürgerversammlung wird beibehalten. Das Gesindehaus soll saniert und für die Bürger zu einem Treff- und Mittelpunkt werden und sie hofft auf ein eigenes VHS-Gebäude. Saniert werden müssen auch das Bürgerhaus und der Südflügel des Römerhofs. Der Campus und der Ort Garching sollen nach Hannelore Gabors Vorstellungen mehr zusammen wachsen, so dass das studentische Leben im Zentrum noch mehr zu spüren ist. Für ein Ärztehaus für Garching und die bessere Flughafenanbindung will sich Gabor stark machen. Ein großes Anliegen ist ihr die Weiterentwicklung und Verbesserung der Verkehrsführung sowie des Radwegekonzeptes.
Und noch einen Wunsch hat sie - und der ist an die Opposition gerichtet: „Selbstverständlich gab es Projekte, die bereits geplant waren und die ich in meiner Amtszeit weiter geführt habe wie beispielsweise den Bau der Dreifachturnhalle. Aber ich habe auch viele eigene Vorhaben umgesetzt und angestoßen, die teilweise leider noch nicht sichtbar sind und erst in der neuen Legislaturperiode zum Tragen kommen werden. Ich würde mich freuen, wenn alle Stadträte konstruktiv zusammenarbeiten. Wenn wir etwas öfters die Parteipolitik außen vor lassen könnten und noch mehr gemeinsame Entscheidungen treffen würden, denn wir haben alle das Gleiche Ziel - das Wohl Garchings. Wir sollten uns weniger auf unsere Schwächen sondern mehr auf unsere Stärken konzentrieren. Ich blicke optimistisch in die Zukunft, dass wir das schaffen.“

 



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