Corona-Regeln in Bayern: Das hat sich seit 12. April geändert

2021-04-12 23:06

Präsenzunterricht mit negativem Testergebnis - das gilt seit dem 12. April in Bayerns Schulen. Auch der Einzelhandel muss sich auf Änderungen einstellen. Die Neuerungen bei den Corona-Regeln im Überblick.

Wer in Bayern zur Schule geht, muss ab sofort zweimal wöchentlich ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen. Das gilt für alle bayerischen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal. Nur so können sie am Präsenzunterricht teilnehmen.

Keine Selbsttests außerhalb der Schule

Bislang war eine Testpflicht nur in Regionen mit einer Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche geplant. Jetzt sollen alle Schülerinnen und Schüler zwei Mal in der Woche direkt in der Schule einen PCR-, Schnell- oder Selbsttest machen.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) erklärt, es bestünde die Möglichkeit die Kinder auch außerhalb der Schule zu testen. Dafür ist die Verwendung von Selbsttests jedoch untersagt. Wenn Eltern ihre Kinder mit einem negativen Testergebnis in die Schule schicken wollen, müsse man dafür in ein Testzentrum oder in die Apotheke gehen. Wer den Test verweigert oder in Quarantäne muss, erhält Distanzunterricht.

Präsenzunterricht abhängig vom Inzidenzwert

Sobald die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt unter 50 liegt, gibt es für alle Grundschüler Präsenzunterricht und für ältere Schüler Wechselunterricht. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 sind alle Schüler im Wechselunterricht. Schüler lernen zu Hause im Distanzunterricht, sobald in der jeweiligen Region die Inzidenz über 100 liegt. Ausgenommen hiervon sind die Jahrgangsstufen 4 an Grundschulen, 11 an Gymnasien und Fachoberschulen, sowie die Abschlussklassen.

Neuerungen im Einzelhandel

Auch für den Einzelhandel gibt es Änderungen. Drogeriemärkte, Apotheken und Lebensmittelläden bleiben unabhängig vom Inzidenzwert weiterhin geöffnet. Gärtnereien, Blumenläden, Buchhandlungen und Baumärkte müssen sich an die Regeln aller anderen Einzelhandelsgeschäfte abseits des täglichen Bedarfs anpassen. Auch für Schuhläden gelten wieder die vereinheitlichten Regelungen. Das jeweilige Infektionsgeschehen vor Ort entscheidet, ob die genannten Geschäfte öffnen dürfen.

Liegt der Inzidenzwert in der jeweiligen Region unter 50, ist es allen Geschäften erlaubt zu öffnen. Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 kann man mit vorheriger Terminvereinbarung einkaufen. Was sich ändert: Die sogenannten "Click & Meet"- Angebote sind ab dem 12. April auch bei Werten zwischen 100 und 200 erlaubt. Bedingung hierfür ist aber ein aktueller negativer Corona-Test. Konkret muss dann ein maximal 48 Stunden alter PCR-Test oder ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest vorgelegt werden. Bei Werten über 200 ist nur "Click & Collect" erlaubt.

Quelle: BR24



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