Runder Tisch zur Förderung von Mehrwegverpackungen in der Gastronomie: „Wenn wir ein einheitliches System nutzen, kann das funktionieren!“

2021-04-19 11:51

Die Gastronomie ist mit am meisten von der Coronapandemie betroffen. Mit To-Go-Angeboten kann dieser Sektor die großen Verluste ein wenig reduzieren; jedoch stellen Einwegverpackungen, die hierfür nach wie vor genutzt werden, langfristig sowohl eine finanzielle, als auch eine starke Umweltbelastung dar. Die Stadt Garching lud daher am 15. April zu einem virtuellen Runden Tisch, bei dem sie gemeinsam mit den Garchinger Gastronominnen und Gastronomen sowie dem Gewerbeverband Möglichkeiten von Mehrwegverpackungssystemen diskutierte.

Die Stadt Garching möchte künftigen, bundesweiten Verpflichtungen von Alternativen zu Einwegprodukten vorgreifen und bereits dieses Jahr das Verwenden von Mehrwegverpackungen unterstützen und stärken. Diese pfandbasierten Systeme schonen nicht nur die Umwelt, sondern sind auf lange Sicht auch kostengünstiger. Hier waren sich – eine erfolgreiche Einführung vorausgesetzt – alle Teilnehmer, die großes Interesse an dem Thema zeigten, einig: „Alles ist besser als Einweg“, so der einhellige Tenor.

Um sich dem Thema zu nähern, wurden die Bedürfnisse und Anforderungen der Gastronomie besprochen. Hierbei war schnell klar: Ein einheitliches Verpackungssystem, welches möglichst viele Garchinger Anbieter verwenden, ist unbedingte Voraussetzung für einen Erfolg und die Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine der großen Herausforderungen also: Einfach überall mitnehmen und überall zurückgeben können.

Garchings Erster Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann hierzu beim Runden Tisch: „Wir werden nicht alle ins Boot holen können, aber ich sehe bei einem großen Schulterschluss unter unseren Gastronomen große Chancen, dass sich das rentiert!“ Thomas Klein, Inhaber der Gaststätte Mei Wirtshaus in Hochbrück, berichtet optimistisch, dass die Resonanz bereits jetzt, nach kurzer Einführungszeit eines Mehrwegsystems, „wirklich toll“ sei.

Gruchmann freute sich über die grundsätzliche Bereitschaft der Runde für einen Umstieg und bot den Unternehmerinnen und Unternehmern wegen der erschwerten Bedingungen unter der Coronapandemie eine „Starthilfe“ an: Die Verwendung von Mehrwegsystemen werde von Seiten der Stadt bezuschusst. Man werde auch die anderen Kommunen der NordAllianz fragen, „wie es dort um die Bereitschaft für ein einheitliches System steht.“

Bild runder Tisch Mehrwegverpackungen

Bild (Stadt Garching):

Virtuelle Erörterung von Mehrwegsystemen in der Gastronomie:
Monika Rieger, Thomas Klein, Markus Gastberger (oben, von links), Hermann Karl, Dietmar Gruchmann (Erster Bürgermeister) und Felix Benjamin Brümmer (Stadt Garching, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) (unten, von links).



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