„Als kreisangehörige Stadt haben wir in derlei Angelegenheiten den Weisungen des Landkreises zu folgen“ – Bürgermeister Gruchmann zur Maskenpflicht

2020-10-26 15:51

Die Infektionszahlen im Landkreis München steigen von Tag zu Tag stetig an. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Robert-Koch-Institut bei derzeit 105,3. Damit gehört der Landkreis nun zur dunkelroten Ampel-Zone mit verschärften Corona-Schutzmaßnahmen. Lokale müssen nun um 21 Uhr schließen, von dieser Uhrzeit an gilt auch ein Verkaufsverbot von Alkohol. Auch darf dann kein Alkohol mehr auf öffentlichen Plätzen konsumiert werden. Für öffentliche Veranstaltungen sind nur noch 50 Teilnehmer zugelassen. Die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und an allen Plätzen, an denen Menschen dicht zusammenkommen sowie in den Grundschulen im Klassenzimmer gilt bereits seit der Stufe rot.

Garchings Erster Bürgermeister Dr. Dietmar Gruchmann äußert sich nun bezüglich jener Stimmen aus der Bevölkerung, die insbesondere eine Aufhebung der Maskenpflicht an den Grundschulen und auf öffentlichen Plätzen wünschen: „Ich habe in den letzten Tagen viele Zuschriften aus der Bevölkerung erhalten. Hierin wurde gefragt, warum wir nicht nach dem Beispiel etwa der Stadt München die Maskenpflicht in den Grundschulen aufgrund vermeintlich geringer Infektionszahlen bei Kindern aussetzen. Dazu kann ich Ihnen sagen: Die Stadt Garching betreibt kein eigenes Gesundheitsamt, auf dessen Erkenntnisse sie sich berufen könnte. Das zuständige Gesundheitsamt ist dem Landratsamt München angegliedert. Der Landkreis München folgt den in der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums festgeschriebenen Maßnahmen, die der Kreis wiederum auf seine 29 Mitgliedskommunen herunterbricht. Das heißt: Selbst wenn die Stadt Garching anders handeln wollte, hat sie als kreisangehörige Stadt den Weisungen des Landkreises München in derlei Angelegenheiten Folge zu leisten.

Das gleiche gilt für die Maskenpflicht in der Garchinger Fußgängerzone und am Hochbrücker Maibaum. Auch hier erließ das Landratsamt die Allgemeinverfügung, an stark frequentierten Plätzen in den Landkreiskommunen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Stadt Garching hat in der Folge die Umsetzung realisiert. Unabhängig von der Frage von Zuständigkeiten und Weisungen etc. sollte uns klar sein, dass der Inzidenzwert ohne Einschränkungen und Regeln  immer weiter hoch gehen wird. Wir müssen das Infektionsgeschehen an den Schulen in Schach halten, um – solange es geht – das Homeschooling zu verhindern. Denn das ist die wirklich extreme Herausforderung sowohl für die Kinder als auch für die Eltern!“



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