An den Garchinger Schulen: Luftreiniger werden nur finanziell gefördert, wenn keine Möglichkeit der Lüftung besteht

2020-11-13 18:30

Das Thema Luftreiniger für Schulklassen ist derzeit in aller Munde. Diese sollen die Virenlast, die beim Atmen, Sprechen, Singen  und  Husten erzeugt wird, im Raum abbauen. Diese an sich positive Nachricht, auf diese Weise die Verbreitung des Coronavirus an den Schulen einzudämmen, nehmen auch etwa Garchinger Eltern mit großem Interesse auf und wenden sich an die Stadtverwaltung: „Warum rüstet die Stadt die Klassenzimmer nicht mit den Luftreinigern aus, zumal diese ja vom Staat finanziell gefördert werden?“ Diese Frage ist in diesen Tagen häufiger zu hören.                            

Die Stadtverwaltung Garching stellt hierzu klar, dass in allen städtischen Schulen (Grundschulen, Mittelschule) und im Garchinger Gymnasium alle empfohlenen Lüftungsmaßnahmen des Umweltbundesamtes umgesetzt werden, sei es durch das regelmäßige Lüften mit geöffneten Fenstern oder über vorhandene Lüftungssysteme, die kontinuierlich Frischluft zuführen und verbrauchte Luft absaugen. Anders formuliert: Kein für den Unterricht genutzter Raum ist aus innenraumhygienischer Sicht für den Unterricht ungeeignet.

Im Übrigen werden Luftreinigungsgeräte ausschließlich dann finanziell gefördert, wenn ein aus innenraumhygienischer Sicht ungeeigneter Raum zu Unterrichtszwecken genutzt werden soll. In Garching würde also derzeit kein einziges Gerät gefördert werden.

Unabhängig davon ist der Garchinger Stadtverwaltung die Brisanz des Themas schon seit Wochen bewusst; sie hat daher bereits eigene Recherchen zum Thema Luftreinigungsgeräte vorgenommen. Erste Ergebnisse wurden bereits im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss präsentiert und sollen in der Stadtratssitzung am 25. November vertiefend diskutiert werden.



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