Coronavirus – Aktuelle Informationen aus dem Landkreis München

2020-04-10 22:16

Beschaffung von Schutzausrüstung, Hilfe für betroffene Einrichtungen, ausgeweitete Testkapazitäten: Im Koordinierungsstab Coronavirus laufen die Fäden zusammen.

Beim Thema Coronavirus ist auch kurz vor Ostern im Landkreis München noch keine Entspannung in Sicht. Täglich kommen aktuell zwischen 30 und 40 Neuinfektionen hinzu. Das Landratsamt unternimmt in Zusammenarbeit mit den übergeordneten Behörden alle Anstrengungen, um das Virus einzudämmen. Im Koordinierungsstab Coronavirus, in dem alle Fachkompetenzen vertreten sind, werden täglich alle notwendigen Maßnahmen diskutiert und in die Wege geleitet.

Großes Thema dieser Tage ist die fehlende persönliche Schutzausrüstung. Deutschland- und auch weltweit ist aufgrund der hohen Nachfrage aktuell nur schwer an Nachschub zu kommen. Das Landratsamt bestellt darum fortlaufend Schutzausrüstung in größtmöglicher Anzahl, vor allem Masken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel. Viele Lieferungen stehen jedoch noch aus und nicht immer kann ein exaktes Lieferdatum zugesagt werden. Darum prüft die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt täglich neue Angebote und Möglichkeiten, um weitere Schutzkleidung und Ausrüstung zu ordern. Auch dank dieser frühzeitigen und nachhaltigen Bemühungen war es möglich, ausnahmslos alle betroffenen Pflegeeinrichtungen im Landkreis, die Materialbedarfe im Landratsamt gemeldet haben, entsprechend zu versorgen.

Auch darüber hinaus gilt den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis ein besonderes Augenmerk im Koordinierungsstab Coronavirus. Da die dort lebenden Personen durch ihr Alter und häufig bestehende Vorerkrankungen zur besonders gefährdeten Risikogruppe gehören, ist es hier von besonderer Bedeutung, das dort tätige Personal mit ausreichender Schutzausrüstung auszustatten, um weiterhin eine bedarfsgerechte und intensive Versorgung der Bewohner sicherzustellen.

Das Gesundheitsamt arbeitet parallel dazu mit Hochdruck daran, bestehende Infektionen zu ermitteln und entsprechende Schutzmaßnahmen für die weiteren Bewohner einzuleiten. Wird ein Bewohner oder Mitarbeiter positiv getestet, koordiniert ein benannter Arzt vor Ort – unter Mithilfe der ansässigen Ärzte – Reihentestungen für die übrigen Bewohner.

Um auch darüber hinaus für die Landkreisbürgerinnen und -bürger sichere und vor allem zeitnahe Testungen gewährleisten zu können, wurden in zahlreichen kreisangehörigen Kommunen Testzentren eingerichtet, die die Städte und Gemeinden mit ansässigen Ärzten und medizinischem Personal selbst betreiben. 28 von 29 Städten und Gemeinden des Landkreises München sind inzwischen über diese Teststationen versorgt. Wie schnell das Ergebnis kommt, hängt von der Arbeitsauslastung in den Laboren ab. In naher Zukunft werden auch zentrale Behandlungszentren entstehen, die an bestehende Teststationen angegliedert werden. Diese sollen unter anderem dazu beitragen, die Infektionsgefahr in Hausarztpraxen so gering wie möglich zu halten.

Im Verdachtsfall: telefonisch Hilfe erfragen

Weiterhin gilt: Wer sich krank fühlt, wendet sich zuerst telefonisch an seinen Hausarzt oder die 116 117. Ist ein Corona-Test nötig, bekommt der Patient einen Termin im nächstgelegenen Testzentrum.



neuere Nachrichten
ältere Nachrichten