Entwicklungspolitische Akteure im Landkreis treffen sich zum Austausch

2021-07-14 12:38

Seit dem Frühjahr 2021 baut der Landkreis München ein Netzwerk
entwicklungspolitischer Akteure auf, um die kommunale Entwicklungspolitik noch
besser koordinieren zu können. Im März hatte die Koordinatorin für kommunale
Entwicklungspolitik im Landratsamt, Johanna Feix, dazu eine erste
Bestandsaufnahme von Personen und Gruppen im Landkreis, die sich für
Partnerschaften mit dem globalen Süden insbesondere zu den Themen Bildung,
Klimaschutz und fairer Handel engagieren, gestartet und das Interesse an einer
Vernetzung abgefragt – mit großer Resonanz: Rund 100 Akteurinnen und
Akteure haben sich auf den Aufruf hin gemeldet. Vergangene Woche fand nun
das erste Vernetzungstreffen mit 26 Teilnehmern statt.

Ziel dieser ersten, als Online-Konferenz organisierten Veranstaltung war es, sich
untereinander kennenzulernen und sich über gemeinsame Inhalte und
Fragestellungen auszutauschen. Aus den Gesprächen in Kleingruppen ergaben
sich Themen, die bei zukünftigen Treffen vertieft werden sollen, wie
beispielsweise relevante Fördermöglichkeiten, der wichtige Themenkomplex der
interkulturellen Kommunikation oder die gezielte Ansprache von Kindern und
Jugendlichen.

Input gab es außerdem durch Wendpanga Eric Segueda von der Servicestelle
Kommunen in der Einen Welt (SKEW) zur strukturellen Verankerung und
Netzwerkbildung von entwicklungspolitischen Akteursgruppen in Kommunen.
Vivien Führ der agado Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung, berichtete
zudem von den Ergebnissen der Bestandsaufnahme und den Interviews, die sie
und ihre Kollegin Sandrina Felder im Zuge dessen geführt hatten. Am Ende der
Veranstaltung waren sich alle einig, dass sie den Erfahrungsaustausch
weiterführen und ausbauen möchten.

Landrat Christoph Göbel begrüßte die Teilnehmenden und freute sich über das
rege Interesse an diesem Thema. Er betonte die große Bedeutung des
Engagements auf kommunaler Ebene zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der
Vereinten Nationen: „Nicht erst seit 2015, als plötzlich eine große Anzahl
geflüchteter Menschen in vergleichsweise kurzer Zeit zu uns kam, wissen wir,
wie entscheidend nicht nur die erfolgreiche Aufnahme und Integration dieser
Menschen in unseren Kommunen ist – auch wenn sich dies hier ganz besonders
deutlich gezeigt hat. Darüber hinaus müssen wir jedoch auch hinterfragen,
warum Menschen ihre Heimat verlassen und uns darum bemühen, die Ursachen
und Gründe für eine Flucht einzudämmen. Hier leisten Partnerschaften von
Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zwischen Deutschland
und den Herkunftsländern einen wichtigen Beitrag.“

Interessierte, die künftig zu Vernetzungstreffen eingeladen werden und weitere
Informationen erhalten möchten, können sich bei Johanna Feix per E-Mail unter
melden, um in den Verteiler aufgenommen zu werden.



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