Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit, geht das?

2021-03-03 07:48

Die Einführung der CO2-Steuer in Deutschland ist umstritten und gibt aktuell Anlass zur Empörung. Aber in diesem Fall anders als manch einer meint. Mit der Einführung der CO2-Steuer 2021 erhöht sich der Preis für Heiz- und Kraftstoffe. Dies trifft alle Bevölkerungsgruppen in gleichem Maße. Stimmt das?


Menschen mit geringerem Einkommen verbrauchen nachweislich weniger Ressourcen und haben infolgedessen einen vergleichsweise kleinen CO2-Fußabdruck. Besserverdienende haben einen großzügigeren und klimaschädlicheren Lebensstil durch mehr Wohnfläche und Reisen. Wird dies ausreichend berücksichtigt? Wäre es nicht fair, wenn jeder für den entstandenen Schaden entsprechend bezahlen müsste? Bisher zahlt die Allgemeinheit und die zukünftigen Generationen die verursachten und zukünftigen Kosten, da der Preis deutlich unter den Kosten liegt.


Klimaschädlinge wie Kerosin, Benzin, Diesel oder Gas sollten realistisch für die Folgekosten des Klimawandels herangezogen werden. Nach Schätzung des Umweltbundesamtes wäre dazu ein Preis von € 195 pro CO2-Tonne notwendig. Stattdessen wird anfangs ein „Schnäppchenpreis“ von € 25 und später € 60 pro CO2-Tonne erhoben. Die Einführung eines CO2-Preises ist also nur ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung, allerdings auf einem viel zu niedrigen Niveau.
Das momentan niedrige Preisniveau der fossilen Brennstoffe bedroht unsere Umwelt.
Es verhindert den notwendigen Wandel zu den erneuerbaren Energien, wie etwa die Geothermie der Energie-Wende-Garching (EWG). Nur durch die Berücksichtigung der Schäden in Form eines adäquaten CO2-Preises gibt es eine faire Chance auf dem Markt und somit das notwendige Umdenken für den Klimaschutz.


Durch die Einführung der CO2-Steuer werden die EWG-Kunden erstmals für ihren Beitrag zum Umweltschutz finanziell belohnt. Sie entrichten keine nationale CO2-Steuer, wodurch sich ihr Investment in die EWG langfristig auszahlt.
Die EWG-Kunden haben im Jahr 2020 rund 9.400 Tonnen CO2 eingespart, insgesamt bisher mehr als 56.000 Tonnen! - Unbestritten kluger Klimaschutz vor Ort.



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