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Beispiele gelingender Integrationspolitik in Garching

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Beispiele gelingender Integrationspolitik in Garching

Die integrationspolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion aus NRW Serap Güler sowie der Bundesvorsitzende der Jungen Union Paul Ziemiak haben auf ihrer Integrationstour durch Bayern auch einen Stopp in Garching eingelegt, um sich über die kürzlich ausgezeichnete Arbeit des Garchinger Integrationsbeirates näher zu informieren. Die beiden politischen Gäste wurden von Vertretern des Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung Martin Neumayer begleitet. Der zweite Bürgermeister der Stadt Garching Alfons Kraft begrüßte die Runde und freute sich als Gastgeber über den regen Austausch zu den Themen interkulturelle Arbeit, Ehrenamt, politische Impulse und das Zusammenleben in seiner multinationalen und multikulturellen Stadt. Er stellte die Stadt Garching in Kurzfassung vor und erwähnte den derzeitigen Stand der Flüchtlings- und Asylthematik.

Ziel des Besuchs in Garching war, Beispiele gelungener Integrationsarbeit kennen zu lernen und zu verstehen, was die vor Ort Tätigen sich von der Politik wünschen, damit diese ihre Aufgaben pragmatisch, wertschätzend, hilfreich und verständnisvoll bezüglich der Wünsche, Sorgen und Anliegen der Menschen in ihrer Gemeinde gestalten zu können. Die beiden Politiker interessierten sich insbesondere dafür, was eine Gemeinschaft stark macht, und hoben hervor, dass die aktuellen und schwierigen Herausforderungen gemeistert werden können.

Cornelia Otto und Ingrid Stanglmeier von der Stadtverwaltung Garching stellten Beispiele ihrer Arbeit vor und skizzierten die Zusammenarbeit mit diversen (Sport)-Vereinen, Beiräten und sozialen Institutionen. Hierbei stellte sich insbesondere die wichtige vermittelnde Funktion des Integrationsbeirats der Stadt Garching zwischen der Stadtverwaltung und den ausländischen Bürgerinnen und Bürgern heraus. Beide Mitarbeiterinnen betonten die besondere und intensive Leistung, die ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger in und für Garching leisten.

Der Integrationsbeirat der Stadt Garching war mit fünf Beiräten vertreten: Shaohui Wu, Hanifi Torun, Dina Härendel, Aly Hassanein und Petra Rau. Mit nicht wenig Stolz berichteten Petra Rau und Aly Hassanein von dem Projekt "Meine neue Heimat - Spurensuche der bayerischen Kultur und Natur", für welches der Integrationsbeirat im Juni den Bayerischen Integrationspreis erhielt. Umweltschutz und Naturerfahrung seien als Bindeglied für die Integrationsarbeit ein sehr hoch einzuschätzender Faktor, so Hassanein und Rau. Sie dankten auch ausdrücklich dem Bund Naturschutz und der Sektion Garching des Deutschen Alpenvereins für deren unterstützende Kooperation.

Niederschwellige Angebote für und produktive Arbeit mit Flüchtlingen durch den Helferkreis Garching, z.B. einen Sprachunterricht Deutsch als Zusatzangebot oder Hilfe zur Selbsthilfe führte Dina Härendel als essentielle Erfolgsfaktoren an. Hanifi Torun erläuterte die Bedeutung der Integrationsarbeit durch Sportvereine. Insgesamt wurde von Shaohui Wu festgestellt, dass bei aller mannigfaltigen und herausfordernden Integrationsarbeit die menschliche und würdevolle Seite der Integration höchste Priorität genießen muss.

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Der Zweite Bürgermeister der Stadt Garching Alfons Kraft (dritter von links) sowie
Vertreter des Integrationsbeirates und der Stadt Garching empfangen die politischen
Gäste Paul Ziemiak und Serap Güler (vierter und fünfte von links).

Alle Teilnehmer der Diskussionsrunde waren sich einig: Gelingende Integration brauche Menschen mit Einsatzfreude, Haltung und Leidenschaft, brauche Verständnis für das „anders sein“, für fremde Kulturen und Traditionen. Respekt, Toleranz und die gegenseitige Bereitschaft sich auf Neues einzulassen seien ebenso unerlässlich. Hierzu gehöre etwa das unverzichtbare Erlernen der deutschen Sprache.

Güler und Ziemiak bescheinigten der Stadt Garching und ihren Akteuren eine hervorragende Integrationsarbeit und dankten für die vielen Best Practice Beispiele, die sie von ihrem Besuch in Garching mitbringen können.