Radfahren durch die kalte Jahreszeit - Warum es sich lohnt und wie es sicher bleibt

Trotz dicker Jacke, kalter Luft und dunklem Himmel steigen viele Menschen auch im Winter aufs Fahrrad. Warum? Weil es Spaß macht und funktioniert, wenn man vorbereitet ist.

Bewegung an der frischen Luft stärkt die Gesundheit, schont das Klima und hilft, auch im Winter aktiv durch den Alltag zu kommen. Wer auf das Fahrrad setzt, spart Emissionen, bleibt mobil und fühlt sich oft ausgeglichener.

 

Auf dem Fahrrad gesund und aktiv durch den Winter

Regelmäßige Bewegung in der frischen Luft unterstützt das Immunsystem
Der Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmen Innenräumen fordert den Körper heraus. Bewegung im Freien trainiert außerdem das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und hilft somit dem Körper, mehr Antikörper zu bilden.

Tageslicht hebt die Stimmung
Gerade im Winter fehlt es oft an Licht. Wer sich draußen bewegt, fängt zusätzliche Sonnenstrahlen ein. Das kann helfen, dem sogenannten Wintertief entgegenzuwirken und das seelische Gleichgewicht zu stärken.

Wertvolles Vitamin D
Vitamin D wird vor allem durch Sonnenlicht gebildet. Auch wenn die Sonne im Winter seltener scheint, unterstützt der Aufenthalt im Freien die körpereigene Produktion – und damit das Immunsystem (Quelle: Techniker Krankenkasse).

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So machen Sie Ihr Fahrrad winterfit

Damit das Fahrrad bei Schnee, Regen und Dunkelheit verlässlich bleibt, lohnt sich ein kurzer Technikcheck zu Beginn der kalten Jahreszeit. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Reifen und Schutzbleche

  • Reifendruck leicht absenken für besseren Halt
  • Abgefahrene oder rissige Reifen rechtzeitig austauschen
  • Profil kontrollieren, vor allem bei nassen oder glatten Wegen
  • Schutzbleche überprüfen und fixieren

Bremsen

  • Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren
  • Bei Nässe oder Glätte frühzeitig und mit Gefühl bremsen
  • Wenn möglich, mit dem Hinterrad bremsen

Sichtbarkeit und Beleuchtung

  • Lichtanlage regelmäßig prüfen
  • Reflektoren an Reifen, Speichen, Pedalen und Rahmen reinigen
  • Reflektierende Kleidung oder Zubehör deutlich sichtbar tragen
  • Schon tagsüber bei trübem Wetter mit Licht fahren
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Gut ausgestattet bei jedem Wetter

  • Auch die richtige Kleidung trägt dazu bei, dass Radfahren im Winter sicher und angenehm bleibt. Wer sich nach dem Zwiebelprinzip kleidet, bleibt flexibel und schützt sich vor Auskühlung: Mehrere dünne Schichten halten zuverlässig warm und lassen sich bei Bedarf einfach anpassen. So bleibt die Körpertemperatur im Gleichgewicht.
  • Wind- und regendichte Jacken schützen zuverlässig vor Nässe und Auskühlung.
  • Überschuhe, wind- und wasserdichte Handschuhe sowie eine dünne Mütze unter dem Helm gehören zur Grundausstattung in der kalten Jahreszeit.
  • Reflektierende Elemente an Kleidung, Taschen oder Helm erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr – besonders bei Dunkelheit und schlechter Witterung.

Tipp: Reflektorbänder erhalten Sie kostenlos in der Rathauszentrale, solange der Vorrat reicht.

 

Sicherheit ist Teamsache

Im Winter haben Radfahrende mit rutschigen Wegen, schlechter Sicht und Nässe zu kämpfen. Bremswege verlängern sich, das Ausweichen wird schwieriger, und auch die Kleidung schränkt die Beweglichkeit ein.

Gerade deshalb ist gegenseitige Rücksicht im Straßenverkehr besonders wichtig. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte Radfahrende mit großzügigem Seitenabstand überholen, besonders vorsichtig fahren und immer mit unerwarteten Reaktionen rechnen.

 

Fazit

Radfahren im Winter ist gesund, klimafreundlich und alltagstauglich. Wer das Fahrrad gut vorbereitet und auf die passende Kleidung achtet, bleibt auch bei winterlichem Wetter sicher unterwegs. Das spart Wege, schont die Umwelt und bringt Bewegung in den Tag – auch wenn es draußen kalt ist.