NordAllianz macht kommunale Planungen digital erlebbar

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Der Digitale Zwilling der NordAllianz macht räumliche Informationen verständlich und ermöglicht neue Einblicke

Wie lassen sich Bauvorhaben oder kommunale Planungen anschaulich darstellen? Wie könnte die Wärmeversorgung im eigenen Wohngebiet künftig aussehen? Wo können bei Starkregen besondere Risiken entstehen?

Der Digitale Zwilling der NordAllianz macht solche Fragen auf einer interaktiven Karte sichtbar und eröffnet damit neue Möglichkeiten für Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger. Er ist unter dem Link https://nordallianz.de/digitalerzwilling/ zu erreichen.

Hinter dem Projekt stehen sechs Kommunen der NordAllianz: Eching, Garching bei München, Ismaning, Neufahrn bei Freising, Unterföhring und Unterschleißheim. Gemeinsam schaffen sie mit dem Digitalen Zwilling eine digitale Grundlage, auf der räumliche Daten und Fachinformationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und für verschiedene kommunale Aufgaben genutzt werden können.

Der große Vorteil der Zusammenarbeit: Themen wie Wärmeplanung, Klimaanpassung oder räumliche Planung enden nicht zwangsläufig an den Grenzen der Kommunen: Durch die gemeinsame Plattform können Daten und Informationen einheitlich dargestellt, Zusammenhänge leichter erkannt und Anwendungen gemeinsam weiterentwickelt werden.

Als Basis des Digitalen Zwillings dient eine 3D-Karte, hier die Ansicht der Gemeinde Ismaning

Von kommunalen Daten zu verständlichen Informationen

Ein Digitaler Zwilling ist vereinfacht gesagt ein digitales Abbild der Region. Gebäude, Straßen, Planungen sowie Informationen zu Klima oder Energie können auf einer gemeinsamen Karte dargestellt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Viele Inhalte lassen sich dabei sowohl in 2D als auch räumlich in 3D betrachten.

Für die Kommunen entsteht dadurch ein Werkzeug, das unterschiedliche Fachbereiche bei Planungs- und Entscheidungsprozessen unterstützen kann. Planungen lassen sich anschaulicher darstellen, räumliche Zusammenhänge schneller erkennen und verschiedene Informationen an einem zentralen Ort zusammenführen. Gleichzeitig können ausgewählte Inhalte auch für Bürgerinnen und Bürger verständlich zugänglich gemacht werden.

Bürgerinnen und Bürger können den Digitalen Zwilling der NordAllianz selbstständig erkunden. Auf der interaktiven Karte lassen sich unterschiedliche Informationen einblenden und einzelne Standorte gezielt aufrufen. Über die Lupe oben rechts kann nach einer konkreten Adresse gesucht werden. Nach Eingabe von Straße und Hausnummer springt die Karte direkt zum gewünschten Standort.

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Anwendungsbeispiele „Bauleitplanung“ und „Kommunale Wärmeplanung“

Wie der Digitale Zwilling im Alltag genutzt werden kann, zeigen unter anderem die beiden Anwendungsbeispiele kommunale Wärmeplanung und Bauleitplanung.

Anwendungsbeispiel „Bauleitplanung

Beispielsweise bei der Bauleitplanung schafft der Digitale Zwilling einen direkten räumlichen Bezug. Bebauungspläne können digital dargestellt und mit ihrer tatsächlichen Umgebung verknüpft werden. Dadurch wird leichter nachvollziehbar, welche planerischen Vorgaben für einen bestimmten Standort oder ein bestimmtes Gebiet gelten. Besonders anschaulich wird dies in Verbindung mit der 3D-Darstellung von Bauvorhaben. Geplante Gebäude können in ihre Umgebung eingebettet und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. So lassen sich beispielsweise Gebäudehöhen, Abstände, Verschattung oder die Wirkung eines Bauvorhabens auf das bestehende Ortsbild besser einschätzen. Aus abstrakten Planzeichnungen wird damit eine räumlich verständliche Darstellung, die Planungen auch für Bürgerinnen und Bürger leichter zugänglich macht.

Anwendungsbeispiel „Kommunale Wärmeplanung“

Auch bei der kommunalen Wärmeplanung hilft der Digitale Zwilling dabei, ein komplexes und großräumiges Thema auf das eigene Wohnumfeld zu beziehen. Statt ausschließlich abstrakte Versorgungsgebiete oder großflächige Pläne zu betrachten, können Bürgerinnen und Bürger gezielt ihr eigenes Wohngebäude beziehungsweise ihr Wohnquartier aufrufen. Wird im Digitalen Zwilling die kommunale Wärmeplanung ausgewählt, lässt sich nachvollziehen, welche Form der zukünftigen Wärmeversorgung für das Gebiet rund um das eigene Wohnhaus vorgesehen oder geplant ist. Aus der allgemeinen Frage „Wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus?“ wird damit die deutlich konkretere Frage: „Was ist in meinem Wohngebiet vorgesehen?“

Diese Funktion steht aktuell für die Kommunen Eching, Neufahrn, Garching und Unterschleißheim zur Verfügung. Die kommunale Wärmeplanung ist über die Seiten https://nordallianz.de/digitalerzwilling/ und https://nordallianz.de/waermeplanung/ abrufbar.

Die farblich hinterlegten Felder zeigen an, wie in Zukunft die Wärmeversorgung im Quartier sichergestellt wird

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Starkregen als Anwendung in Eching und Unterföhring

Neben Wärmeplanung und Bauleitplanung bietet der Digitale Zwilling weitere Anwendungsmöglichkeiten. Eine Starkregen-Karte, aktuell verfügbar für Eching und Unterföhring, veranschaulicht beispielsweise mögliche Auswirkungen von Starkregenereignissen auf das Gemeindegebiet und unterstützt damit Risikoanalyse und Klimaanpassung. Der Digitale Zwilling soll dabei nicht statisch bleiben. Die verfügbaren Inhalte und Anwendungsmöglichkeiten werden schrittweise erweitert und weiterentwickelt.

So schaut Unterföhring bei einem „30 jährlichen Starkregenereignis“ aus – hervorgehoben ist hier das Unterföhringer Rathaus an der Münchner Straße 70

Acht Kommunen denken Digitalisierung gemeinsam

Mit dem Digitalen Zwilling setzen die Kommunen der NordAllianz auf eine gemeinsame Lösung für die Region. Statt digitale Anwendungen ausschließlich für einzelne Kommunen zu entwickeln, können Strukturen, Daten und Erfahrungen gemeinsam genutzt werden. So entsteht eine Plattform, die verschiedene